Neuigkeiten2021-10-11T09:17:04+00:00

Gedenkstättenfahrt Klasse 11 nach Auschwitz – „Für die Zukunft in die Vergangenheit“

Im Mai 2026 fuhren 12 unserer SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 nach Oswiecim, um sich dort intensiv mit dem jüdischen Leben vor und nach dem Holocaust in Polen auseinanderzusetzen.

Organisiert und gefördert wurde die Fahrt von der Europäischen Akademie und so erwarteten uns am Abend der Ankunft zwei Seminarleiterinnen, die uns behutsam an die Verfolgung und industrielle Massenvernichtung von Juden und anderen Bevölkerungsgruppen – und die Bedeutung des Ortes dafür – heranführten.

Doch nicht nur das. Oswiecim ist nicht gleichzusetzen mit „Auschwitz“ und so lernten wir auf Stadtrundgängen durch den Ort und später durch Krakow, wie Juden schon immer Teil der polnischen Bevölkerung und Geschichte gewesen waren.

„Heute sind wir nach Krakow gefahren, um uns dort das jüdische Viertel und das Ghetto anzugucken. Besonders die Synagoge, die wir uns anschauten, blieb mir in Erinnerung, da unser Guide uns viel über die Religion erzählte, wie zum Beispiel, dass die Knochen von Juden nie aus den Gräbern entfernt werden dürfen, und wenn der Platz ausgeht, neue Erde auf die Gräber gekippt wird, um mehr Platz zu schaffen. Das ehemalige Ghetto Krakows hatte ich mir, um ehrlich zu sein ganz anders vorgestellt. Mir ist bewusst, dass die Häuser renoviert wurden, doch in meiner Vorstellung hatte ich es mir irgendwie anders vorgestellt, ich glaube, unaufgeräumter. Die ehemalige Ghettomauer zeigte die perfide Seite der Nazis und wie herablassend sie gegenüber dem Judentum waren, da die Mauer aus den kulturell wichtigen Bögen, die oft bei orthodoxen Synagogen zu sehen sind, gebaut wurde. Alles in allem wurde mir klar, wie groß der Anteil der Juden in Polen war, was mir persönlich nicht ganz so bewusst war.“

Bevor wir die eigentliche Gedenkstätte besuchten, schauten wir uns in der Ausstellung von Marjan Kołodziej einen persönlichen, sehr eindringlichen Blick auf Leben und Tod im Lager an.

Der Besuch des Lagergeländes zeigte uns, dass diese Art von Gedenkstätte und Ausstellung anders als das bisher Erlebte ist. In der abendlichen Reflexionsrunde sprachen wir darüber, wie emotional und betroffen uns der Tag gemacht hatte: die Portraits von Häftlingen zum Beispiel hatte die Zahl der Opfer greifbar gemacht, das Inhaftierungs- und Sterbedatum ihr Leid. Wir sprachen über die Entmenschlichung im Lager und den Bezug zum Faschismus und wurden dann auch aktuell.

„Der Besuch in Auschwitz hat mir gezeigt, wie grausam Menschen miteinander umgehen können, obwohl wir doch alle Menschen sind.

Besonders die Ausstellungen im Stammlager haben mich emotional sehr getroffen, weil das Leid der Menschen durch die ausgestellten Gegenstände (vor allem die Kinderkleidung) irgendwie greifbarer wurde.

In Auschwitz II Birkenau hat mich vor allem die Größe des Lagers und der Gedanke, dass auf diesem Boden so viele Menschen umgekommen sind bewegt.

Auch wenn dieser Tag schwer war und von vielen negativen Emotionen belastet war, hat er mir gezeigt wie wichtig Menschlichkeit, Respekt und gerade das Erinnern an unsere Geschichte sind.“

„Es ist gut, sich viele Gedanken zu machen, aber sprecht vor allem mit anderen darüber, was ihr hier erfahren habt.“ – mit diesem Appell der Seminarleiterin endete unsere Gedenkstättenfahrt.

Text/Bilder: Ä. Harms

By |25. Mai 2026|

Die Jungs der Jahrgangsstufe 5/6 erneut auf dem Siegertreppchen

Am 09.05.26 war es wieder soweit – der Basketball wurde gedribbelt und hoffentlich oft genug im Korb versenkt, denn für die Basketballer aus den Jahrgangsstufen 5 bis 8 des Programms „Basketball macht Schule“ stand der dritte Wettkampf in diesem Schuljahr an. Aus dem Musikgymnasium Käthe Kollwitz traten Luke und Ansgar aus der 5m1 sowie Philipp, Nico, Justus, Fiete und Vitus aus der 6m1 für die Jahrgangsstufe 5/6 an. Das Daumendrücken und Mitfiebern hat sich mehr als gelohnt, denn die Jungen konnten sich aufs Siegertreppchen dribbeln und belegten den 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch!
Text: S. Reblin
Bilder: Justus K.
By |21. Mai 2026|

Theaterkurs 12 inszeniert die „Dreigroschenoper“ nach Bertolt Brecht

„Meine Damen, meine Herren,
wenn Sie ein gefühlvolles, herzwarmes Stück erwarten, dann sind Sie hier falsch.
Denn wir werden Ihnen heute die Wirklichkeit zeigen – die nackte, harte Wirklichkeit.
Schauen Sie nicht hin, sondern glotzen Sie.
Wenn Sie sich dabei erwischen, mitzufühlen: schön.
Wenn Sie sich beim Denken erwischen: noch schöner.“

— Bertolt Brecht (gespielt von Marc Köntopp)

Mit diesen Worten eröffnete der Theaterkurs der Jahrgangsstufe 12 am Mittwoch, dem 15. April 2026, seine Inszenierung der „Dreigroschenoper“ nach Bertolt Brecht. Um 18:30 Uhr verwandelte sich die Aula unserer Schule in eine stimmungsvolle Bühne für einen gelungenen Theaterabend.

Den Schülerinnen und Schülern gelang es, Brechts Werk mit großer Spielfreude, Ausdrucksstärke und einem feinen Gespür für dessen gesellschaftskritische Themen auf die Bühne zu bringen. Besonders überzeugend waren die facettenreichen Darstellungen der einzelnen Charaktere sowie das Zusammenspiel des gesamten Ensembles.

Auch zentrale Elemente des epischen Theaters wurden unverkennbar umgesetzt: Durch direkte Publikumsansprachen, Kommentare Brechts, eingeblendete Szenentitel sowie bewusst sichtbare Bühnenwechsel entstand der für Brecht typische Verfremdungseffekt.

Für besondere Höhepunkte sorgten die musikalischen Einlagen, die mit großem Engagement präsentiert wurden. Macheath eröffnete den Abend mit der Moritat von Mackie Messer, Polly begeisterte mit „Seeräuberjenny“ sowie dem „Barbarasong“, während Tigerbrown und Macheath gemeinsam den „Kanonensong“ kraftvoll darboten. Auch Mr. Peachum und Filch überzeugten mit ihrer humorvollen Interpretation des „Lieds von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“.

Den emotionalen Abschluss bildete eine bewegende Schlussszene: Macheath, kurz vor seiner Hinrichtung mit dem Strick um den Hals, sang gemeinsam mit Polly das Liebeslied „Siehst du den Mond über Soho?“. Dadurch verlieh das Ensemble der Inszenierung ein eigenes, bewusst offengehaltenes Ende.

Das minimalistische Bühnenbild, die unterstützende Projektion der Spielorte im Hintergrund sowie die charakterisierenden Kostüme trugen wesentlich dazu bei, die besondere Atmosphäre des Stücks lebendig werden zu lassen.

Das Publikum honorierte die Leistung des Theaterkurses mit lang anhaltendem Applaus und durchweg positiver Resonanz.

Ein besonderer Dank gilt neben dem Theaterkurs der Jahrgangsstufe 12 insbesondere Elias Thurow (Praktikant und Student an der HMT), der zahlreiche Lieder am Klavier begleitete. Hervorzuheben ist außerdem das Engagement von Fiete Krüger (10m2) aus dem Technikteam, unterstützt von Herrn Benterbusch – ohne deren Einsatz die Aufführung wohl buchstäblich im Dunkeln stattgefunden hätte.

Text: S. Stritz (Kursleiterin des Theaterkurses 12)

Bilder: U. Janotte

By |13. Mai 2026|

Von Warnemünde nach Diedrichshagen und zurück

Welche Pflanzen und Tiere leben an/in der Ostsee? Wie verändert sich der Salzgehalt von der Küste zur Düne? Welche Gesteine lassen sich am Strand finden? Solche und weitere biologische, chemische oder geografische Fragen mussten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen bei der diesjährigen Exkursion nach Warnemünde beantworten. In Kleingruppen waren die Klassen zwischen dem ehemaligen Fischerdorf und Wilhemshöhe unterwegs, um unter anderem das Profil einer Flach- und Steilküste zu zeichnen. Dabei sollten sie zugleich ein wachsames Auge haben, um die verschiedenen Möwenarten, die wiederum angriffslustig auf der Suche nach Nahrung waren, zu bestimmen. Mittels verschiedener Versuche zum Bodenprofil, zur Salinität und Gesteinsbestimmung erprobten die Zehntklässler ihr aus dem Unterricht erworbenes Wissen. Zugleich sollten Interviews und Erhebungen zum Tourismus und den Folgen für Warnemünde geführt werden, um aus verschiedenen Perspektiven die touristische Entwicklung beurteilen zu können. Aber nicht nur fachlich, sondern auch kreativ sollten die Klassen tätig sein. Ob sie sich letztlich für ein Gedicht, eine Collage oder andere Form der Erinnerung entschieden haben, werden wir bald bei der Abgabe der Exkursionsberichte erfahren.

Text/Bilder: S. Reblin

By |30. April 2026|

MGKK überzeugt beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Waren Müritz

Beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Waren Müritz überzeugten unsere Schülerinnen und Schüler mit sehr beeindruckenden Leistungen.

Mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb wurden gleich mehrere Beiträge ausgezeichnet:

Jesper Sm (11/4), Bariton 25 Punkte 1. Preis mit Weiterleitung

Helene Maria H. (11/4) Sopran, Neue Musik 24 Punkte 1. Preis mit Weiterleitung

Paula H. (8m2) Saxophon, Kammermusik Blasinstrumente 24 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung

Martha G. (5m2) Saxophon, Kammermusik Blasinstrumente 24 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung

Gabriel B., Fagott, Kammermusik für Blasensemble 24 Punkte 1. Preis mit Weiterleitung

Weitere großartige 1. und 2. Preise gingen an:

Charlotte P. (7m1), Trompete, Kammermusik 23 Punkte 1. Preis

Lyka M. (6m1), Harfe 23 Punkte 1. Preis

Lieke Dora S. (7m2), Blockflöte, Kammermusik 23 Punkte 1. Preis

Sevan T. (5m1), Klavier 23 Punkte 1. Preis

Akim H. (5m1), Klavier 23 Punkte 1. Preis

Frieda Luisa K. (6m2), Violine, Kammermusik 2. Preis (22 Punkte)

Emil Max W. (10m2), Gitarre 2. Preis (22 Punkte) 

Herzlichen Glückwunsch!

Text: Madelaine Blaudzun
Fotos: Udo Janotte/  M. Blaudzun

 

 

By |13. April 2026|
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