Ausschreibung zur Betreibung einer Schulcafeteria am MGKK
Information zur Neuausrichtung der Inklusionsstrategie
Erfolg beim 73. Europäischen Wettbewerb
Im Rahmen der Europawochen wurden im Rostocker Rathaus die Beiträge des 73. Europäischen Wettbewerbs präsentiert. Zehn Rostocker Schulen beteiligten sich mit mehr als 100 Arbeiten, die sich kreativ mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzten. Der Europäische Wettbewerb ist Deutschlands ältester Schülerwettbewerb und regt junge Menschen dazu an, sich künstlerisch mit europäischen Themen, Demokratie und gesellschaftlichem Miteinander zu beschäftigen.
Wir freuen uns besonders über den Erfolg von Elisa L.aus der 12. Klasse. Sie wurde auf Landesebene mit einem Landespreis ausgezeichnet. Darüber hinaus gewann sie für die Hansestadt Rostock im Modul „Die Gedanken sind frei“.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Auszeichnung!
Text/Bilder: S.Prokop-Werner
Gedenkstättenfahrt Klasse 11 nach Auschwitz – „Für die Zukunft in die Vergangenheit“
Im Mai 2026 fuhren 12 unserer SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 nach Oswiecim, um sich dort intensiv mit dem jüdischen Leben vor und nach dem Holocaust in Polen auseinanderzusetzen.
Organisiert und gefördert wurde die Fahrt von der Europäischen Akademie und so erwarteten uns am Abend der Ankunft zwei Seminarleiterinnen, die uns behutsam an die Verfolgung und industrielle Massenvernichtung von Juden und anderen Bevölkerungsgruppen – und die Bedeutung des Ortes dafür – heranführten.
Doch nicht nur das. Oswiecim ist nicht gleichzusetzen mit „Auschwitz“ und so lernten wir auf Stadtrundgängen durch den Ort und später durch Krakow, wie Juden schon immer Teil der polnischen Bevölkerung und Geschichte gewesen waren.
„Heute sind wir nach Krakow gefahren, um uns dort das jüdische Viertel und das Ghetto anzugucken. Besonders die Synagoge, die wir uns anschauten, blieb mir in Erinnerung, da unser Guide uns viel über die Religion erzählte, wie zum Beispiel, dass die Knochen von Juden nie aus den Gräbern entfernt werden dürfen, und wenn der Platz ausgeht, neue Erde auf die Gräber gekippt wird, um mehr Platz zu schaffen. Das ehemalige Ghetto Krakows hatte ich mir, um ehrlich zu sein ganz anders vorgestellt. Mir ist bewusst, dass die Häuser renoviert wurden, doch in meiner Vorstellung hatte ich es mir irgendwie anders vorgestellt, ich glaube, unaufgeräumter. Die ehemalige Ghettomauer zeigte die perfide Seite der Nazis und wie herablassend sie gegenüber dem Judentum waren, da die Mauer aus den kulturell wichtigen Bögen, die oft bei orthodoxen Synagogen zu sehen sind, gebaut wurde. Alles in allem wurde mir klar, wie groß der Anteil der Juden in Polen war, was mir persönlich nicht ganz so bewusst war.“
Bevor wir die eigentliche Gedenkstätte besuchten, schauten wir uns in der Ausstellung von Marjan Kołodziej einen persönlichen, sehr eindringlichen Blick auf Leben und Tod im Lager an.
Der Besuch des Lagergeländes zeigte uns, dass diese Art von Gedenkstätte und Ausstellung anders als das bisher Erlebte ist. In der abendlichen Reflexionsrunde sprachen wir darüber, wie emotional und betroffen uns der Tag gemacht hatte: die Portraits von Häftlingen zum Beispiel hatte die Zahl der Opfer greifbar gemacht, das Inhaftierungs- und Sterbedatum ihr Leid. Wir sprachen über die Entmenschlichung im Lager und den Bezug zum Faschismus und wurden dann auch aktuell.
„Der Besuch in Auschwitz hat mir gezeigt, wie grausam Menschen miteinander umgehen können, obwohl wir doch alle Menschen sind.
Besonders die Ausstellungen im Stammlager haben mich emotional sehr getroffen, weil das Leid der Menschen durch die ausgestellten Gegenstände (vor allem die Kinderkleidung) irgendwie greifbarer wurde.
In Auschwitz II Birkenau hat mich vor allem die Größe des Lagers und der Gedanke, dass auf diesem Boden so viele Menschen umgekommen sind bewegt.
Auch wenn dieser Tag schwer war und von vielen negativen Emotionen belastet war, hat er mir gezeigt wie wichtig Menschlichkeit, Respekt und gerade das Erinnern an unsere Geschichte sind.“
„Es ist gut, sich viele Gedanken zu machen, aber sprecht vor allem mit anderen darüber, was ihr hier erfahren habt.“ – mit diesem Appell der Seminarleiterin endete unsere Gedenkstättenfahrt.
Text/Bilder: Ä. Harms











